Heute möchte ich etwas über meinen Werdegang schreiben. Wie kam es dazu, dass ich mich für die Weiblichkeit und die Arbeit mit Frauen und später einmal mit Paaren interessiere und einsetze?
Das ist ein laaaaanger Spaziergang!
Ich bin von Beruf Medizinische Praxisassistentin. Ich arbeitete über 8 Jahre als alleinige Med. Praxisassistentin in einer Hausarztpraxis. Ich gehörte schon lange zum Inventar und weil es mir unendlich wichtig ist mir Zeit und Raum für die Menschen zu nehmen, durfte ich viele viele Gespräche und Gefühle mit den Patienten teilen, erleben und durchleben.
Ich merkte irgendwann, dass ich mich beruflich noch in eine andere Richtung entwickeln möchte und so begann ich die Lebens- und Trauerbegleitungsausbildung. Doch es kann nicht sein, dass ich mich jeden Tag mit Trauer beschäftige, also fand ich heraus, dass Sterbebegleitung und Seelsorgerin nicht mein Hauptgebiet sein kann. Aber als Med. Praxisassistentin und als Mitmensch kann ich das 1 zu 1 gelernte an mir durch die Ausbildung wunderbar integrieren.
Von meinem Wesen her bin ich sehr leidenschaftlich und geniesse unendlich viele Facetten der Erotik und Sexualität. Ja ich darf sagen, dass ich schon sehr viele verschiedene Seiten erleben und erfahren durfte. Die Erotik/Sexualität ist eine Reise, wie das Leben auch und es ist ein Universum, welches niemals endet.
An dieser Stelle ist es mir sehr wichtig mitzuteilen, dass alle meine Beiträge im Blog quasi auf eigener Erfahrungen basieren. Ich kann schliesslich nur von mir, meinen Erfahrungen und meinem Empfinden schreiben. Behaupten möchte ich nie irgendwas und nie werde ich wissen was für dich und andere gut ist. Ich kann nur für mein Leben selber entscheiden ob es in diesem Moment gerade wichtig und richtig ist oder nicht. Ich werde auch Themen bezüglich Medizin einbringen, doch auch da schreibe ich ganz klar als Frau, welche eigene Erfahrungen mitbringt auch verbunden mit meinem Beruf. Oder aber es sind Themen bei denen ich selber Fragen in den Raum werfen werde weil ich doch so vieles auch noch nicht weiss.... ich liebe es zu philosophieren, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Ich habe für mich nämlich herausgefunden, dass Philosophieren mich nirgends hinbringt, weil ich es am Ende doch nicht weiss, darum gibt es bei mir diesen gewissen Punkt, smile.
Auf jeden Fall ergaben sich damals in der Praxis Situationen, in denen vor allem junge Frauen auf mich zukamen um mir intime, persönliche Fragen zu stellen. Sie vertrauten sich mir an. Ich fühlte sofort, dass ich jederzeit gerne jede Frage beantwortet habe und ich quasi in meinem Element bin, so bald sich mir ein Mensch (vor allem Frauen, weil ich mich so verbunden fühle) öffnet um mit mir sein Inneres teilt. Aus einer ganz speziellen Situation heraus spürte ich dann deutlich, dass ich mich unbedingt für eine geeignete Ausbildung umschauen möchte. Und so fand ich den Weg zur Sexological Bodyworkerin.
Ich habe während der Ausbildung ein halbes Jahr in einer therapeutischen Praxis gearbeitet um Erfahrungen zu sammeln. Ich hatte in dieser Zeit zuerst viele männliche Kundschaft. Es war ne dankbare Zeit, denn heute weiss ich nun, dass ich mich mehr der Weiblichkeit zuwenden möchte. Und als dies für mich klar wurde fanden die ersten Frauen den Weg zu mir. Ich selber bin eine Frau. Ich als Frau kann eine andere Frau ansatzweise ungefähr am ehesten verstehen. Ich als Frau möchte meine eigenen Lebenserfahrungen miteinbringen können und es ist wunderschön sich unter Frauen austauschen zu können. Nein nein ich möchte auf keinen Fall die Männer missachten oder sie gar schlecht machen, im Gegenteil. Beide Geschlechter sind wunderbar, beide Geschlechter braucht es genau gleich, ich bin ein grosser Fan von Liebe, Leidenschaft, Verbundenheit und Vereinigung.
Noch während der Ausbildung merkte ich, dass sich plötzlich Schwerpunkte bemerkbar machten. Da kam die Zeit, da habe ich mich themamässig mit dem Beckenboden befasst und schon kamen Frauen mit genau diesem Thema. Zugleich merkte ich auch während den Sessions, dass ich sehr gerne Prozessbegleitungen mag und ich meine Ausbildung zur Lebens- und Trauerbegleiterin wunderbar integrieren kann. Dann kamen einige Frauen, welche Missbrauch erlebten und so sah ich klar vor mir, dass die Ausbildung zur Sexological Bodyworkerin so viel Potenzial hat. Ich erlebte Frauen, welche kein Vertrauen in sich und die Welt mehr hatten, sich selber noch gar nicht kennen oder keinen Mut hatten sich zu öffnen für sich selber. Ich sah all die Fortschritte, welche machbar sind wenn SIE sich die Zeit und den Raum für sich selber nimmt.
Ich möchte den Frauen den Raum zur Weiblichkeit zur Verfügung stellen, mit allem was sich darin zeigen darf. Es soll Orte geben, wo Frau sich selber sein darf, sich weiterentfalten und entdecken darf. Ich möchte den Frauen die Möglichkeit geben können sich für Neues öffnen zu dürfen. Ich möchte SIE begleiten.....
Ich habe aber auch die Idee, zukünftig mit Paaren zu arbeiten. Doch diese Idee darf noch reifen. Und so wird alles reifen....
Ich wünsche allen eine reife Nacht, Nadine
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